
Fuer Walbeobachtungen muessen wir also ein anderes Mal wieder nach Argentinien kommen… aber es gibt ja noch vieles anderes zu sehen.
Nach zwei Tagen relaxen und nichtstun am fast leeren Strand von Puerto Madryn ist ploetzlich schon der 31. Dezember. Die meisten Argentinier feiern das Jahresende wohl zuhause mit ihrer Familie, es sind jedenfalls keine grossen Feste angekuendigt und die Supermaerkte sind mit Einkaufswilligen ueberfuellt. Wir suchen uns deshalb ein Restaurant aus, welches ein Silvester-Menu anbietet (alle nicht geschlossenen Restaurants bieten das an).

Das Buffet mit den Vorspeisen ist riesig, es gibt einfach alles moegliche (gefuellte Gans, Meeresfruechte, Spanferkel, Fischrouladen, Salate, Vitello tonnato usw…). Die Hauptspeise wird dann direkt an den Tisch serviert, man hat die Auswahl zwischen drei Gerichten. Auch das Dessert und ein Glas Champagner kurz vor Mitternacht sind inbegriffen. Es gibt keinen Countdown, wir muessen selbst auf die Uhr schauen um rechtzeitig auf das neue Jahr anzustossen. Draussen gibt es ein paar vereinzelte Feuerwerke, doch nach so viel Essen spazieren wir nur noch zum Hotel zurueck. An dieser Stelle wuenschen wir natuerlich auch Euch allen noch ein glueckliches, gesundes und erfreuliches 2009!
Am ersten Januar liegen wir ebenfalls noch auf der faulen Haut am Strand, planen jedoch unser naechstes Abenteuer…


Am Zweiten ist es soweit. Wir steigen mit dicken Tauchanzuegen in ein Boot und fahren in Richtung Punta Lomas. Zum ersten Mal muessen wir hier wegen des kalten Wassers auch eine Tauchkappe und Tauchsocken anziehen. So ausgeruestet springen wir ins Wasser und tauchen in sieben Meter Tiefe in Richtung Kueste. Nach kurzer Wartezeit unter Wasser sehen wir dann endlich den ersten Schatten, der sich uns naehert: Ein Lobo marino (Seeloewe)! Etwas spaeter kommen zwei weitere Weibchen dazu. Die Seeloewen sind sehr neugierig und schwimmen die ganze Zeit um uns herum. Zwischendurch laesst sich sogar ein Maennchen blicken, diese sind ca. drei- bis viermal so gross und schwer wie die Weibchen. Und schon diese sind groesser als wir (jaja, wir erwarten schon Eure entsprechenden Kommentare)! Einige der Tiere wagen sich sogar so nahe heran, dass wir sie beruehren koennen.





Ein wirklich besonderes Erlebnis! Die 45 Minuten unter Wasser gehen viel zu schnell vorbei und schon muessen wir uns von diesen wendigen Schwimmern verabschieden.

Da es keine Wale mehr zu sehen gibt, entschliessen wir uns ein Auto zu mieten. Am ersten Tag fahren wir zurueck in Richtung Sueden, um uns doch noch die groesste Magellan-Pinguin-Kolonie anzuschauen. Dort angekommen laufen wir zum Meer – und fragen uns, warum neben den Wegen ein paar Pinguin-Attrappen aufgestellt wurden. Etwas spaeter muessen wir feststellen, dass die Attrappen leben und echte Pinguine sind! Sie sind bloss am Sonnenbaden und bewegen sich praktisch nicht. Schon bald laufen ganz viele der lustigen Kerle ueber den Weg und machen sich laut bemerkbar. In den Loechern am Boden warten die Kueken im Nest aufs Essen von den Eltern. Der Strand ist voll von den Pinguinen und auch Guanacos laufen hier frei herum.


Spaeter am Nachmittag beginnen wir die lange Fahrt zurueck in den Norden zur Peninsula Valdés. Die breite Strasse geht meistens geradeaus und man hat das Gefuehl es gaebe kein Ende…und die Geschwindigkeitsbegrenzungen auf 60-80 km/h erscheinen hier wie ein Witz. Das finden auch alle anderen Autofahrer und so faehrt jeder zwischen 100 und 130 km/h.
Gegen Abend erreichen wir Puerto Piramides, das einzige Dorf auf der Halbinsel. Hier merken wir definitiv, dass die argentinischen Sommerferien angefangen haben: wir finden keine Uebernachtungsmoeglichkeit und der schoene Sandstrand ist ueberfuellt. An der Touristeninformation bekommen wir aber den Hinweis, dass es ein paar Kilometer weiter einen Strand gibt, wo wir unser Zelt aufstellen koennten. Dort sind bereits ein paar andere Touristen, die wahrscheinlich auch kein Zimmer gefunden haben. Etwas faul entschliessen wir uns, das Zelt nicht aufzustellen, sondern im Auto zu schlafen. Mit Aussicht auf den schoenen Sonnenuntergang schlafen wir ein.

Frueh am Morgen geht unsere Fahrt ueber die Peninsula Valdés weiter. Die meiste Zeit des Tages sind wir am Autofahren ueber die Schotterpisten, welche die verschiedenen Aussichtspunkte verbinden. Wir sehen unterwegs Maras (Hasenart), Guanacos und Ñandus (Straussenart). An den Aussichtspunkten kann man an den Straenden Seeloewen, See-Elefanten und wiederum Pinguine erblicken. Man kann zwar nicht sehr nahe an die Tiere heran (Naturschutzgebiet), doch mit dem Fernglas kann man ihr Treiben gut beobachten.


Auf der Rueckfahrt nach Puerto Madryn haben wir noch kurz einen Schockmoment: aus dem Nichts springt ploetzlich ein Guanaco vor das Auto und kommt aber gluecklicherweise durch seine Schnelligkeit und das schnelle Bremsen mit einem kleinen Schlag an den Hinterbeinen davon.
Da unsere Reise an diesem Abend bereits weitergeht nach Buenos Aires, fahren wir zur Strandpromenade, wo eine Duschmoeglichkeit besteht. Die Promenade ist bevoelkert von Menschenmassen, die den ankommenden Autos der argentinisch-chilenischen Rally Dakar zujubeln. Auch hier in Puerto Madryn ist der Strand nun von den argentinischen Sommertouristen in Beschlag genommen worden und die Rally ist fuer alle ein besonderes Ereignis.

Um 21.00 Uhr startet der Bus nach Buenos Aires, wo wir 17 Stunden spaeter um 15.00 Uhr (Zeit Buenos Aires) ankommen. Im Zentrum finden wir rasch ein Zimmer fuer die erste Nacht, es ist aber eher teuer und waehrend wir dies schreiben, warten wir auf ein Zimmer in einem Hostal, das nur halb so teuer ist.
Hallo ihr beiden!
Durch Schlaflosigkeit und Kopfweh wegen der starken Bise hier in der eisigen Schweiz war ich nachts um 3 Uhr wahrscheinlich der erste Leser eures neuesten Beitrags. Johnny meinte ja in seinem Kommentar, es sei nicht sehr viel neues passiert, euer Bericht zeugt aber vom Gegenteil!
Wir freuen uns, dass euch die Schweiz (und wir…) Ende nächster Woche wieder hat/haben!
Häbet no e schöne Reschte, gniesset no chli die summerlechi Wermi!!!!
Von: Heinz am 7. Januar 2009
um 14:08
hola gaucho que te cresieron tus patilla pareses simon bolivar jajajajajajaja
buen año para ustedes los esperamos con ansias!!!! no mentira
Y la comida estaba buena??? bueno nos ablamos o nos escribimos astaluego
Von: babuchi am 8. Januar 2009
um 22:11
hallo ihr beiden,
die berichte sind so schön, dass es uns jeweils selber gerade mit grossem fernweh verseht (was ja leider nicht ganz so realistisch ist für die nächste zeit). es zeigt doch einmal mehr, dass reisen und zeit die ideale kombination ist für ein land mit all seinen facetten zu entdecken.
hier haben wir es uns in der häufig grauen und minus-temperaturen schweiz mit einigen festen hell gemacht. so wärd ihr herzlich zu tobias 30igstem geburi eingeladen gewesen, welcher am 9.1. war und ihr gefehlt habt.
wir freuen uns, wenn ihr wieder in der gegend seid und wir euch live wieder sehen können.
in dem sinne eine ganz gute rückreise und herzlich willkommen in solothurn
tobias, joëlle und timo
Von: joelle, tobias und timo am 11. Januar 2009
um 11:18
Hallo zäme
Schad, dass öii Reis scho so gli z’Aend geit. Mir hätte öich u üs möge gönne, sie würd no lang dure. Itz wärde üsi Tage um es Erläbnisläse ärmer wärde, schade.
Häbet ä wunderschöne Räschte u ganz ä gueti Heireis.
ä feschti Umarmig, Madeleine u Guido
Von: Madeleine aus Uttigen am 12. Januar 2009
um 16:37